Brutnest einengen!???

    • Brutnest einengen!???

      Moin zusammen,

      ich halte meine Buckfast Bienen seit letztem Jahr in Dadantbeuten. Nun steht die Einengung vom Brutnest an und ich bin auf Grund der vorherrschenden Witterung völlig verunsichert. Ein Jungvolk habe ich auf Grund von Futterabriss in der letzten Kältewelle bereits verloren. Sie sind einfach nicht um die leere Futterwabe zur nächsten herumgegangen und so leider verhungert.

      Wenn ich jetzt die Brutnester einenge, wir aber immer noch das kalte Wetter, z. b. heute noch mit Schneefall haben, traue ich mich nicht, die Futterwaben zu entnehmen und hinter das Schied zu setzen. Tracht herrscht ja z. Zt. auch noch nicht groß vor, bis auf ein paar Krokusse.

      Erfüllt das spätere Einengen vom Brutnest in ca 10-14 Tagen auch noch den Zweck und die Bienen tragen den gesammelten Nektar nach oben in den Honigraum? Jetzt schon Honigzargen auf zu setzen halte ich auf Grund der Witterung noch für zu früh.

      Freue mich auf Hinweise zu meiner Anfrage.

      Grüße von der z. Zt. noch sehr kalten, verschneiten Nordseeküste, aus Cuxhaven
      Bernhard
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      Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.

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    • Moin moin,

      da bist du jetzt wohl zu spät. Man begrenzt den Brutraum um der Biene beim Temperaturhaushalt zu helfen und dadurch entsteht "mehr" Brut und das Volk entwickelt sich stärker als ein nicht geschiedenes Volk.
      Sind die Monatsbetrachtungen vom Jürgen Binder aus 2017 bekannt?
      armbruster-imkerschule.de/index.php/monatsbetrachtungen-2017
      Im Januar, Februar, März wird es recht gut erklärt.

      CuxImker schrieb:

      Erfüllt das spätere Einengen vom Brutnest in ca 10-14 Tagen auch noch den Zweck und die Bienen tragen den gesammelten Nektar nach oben in den Honigraum? Jetzt schon Honigzargen auf zu setzen halte ich auf Grund der Witterung noch für zu früh.
      10-14 Tage ist auch egal, deine Biene braucht 40 Tage vom Ei zur Flugbiene. Wurde also von 30 Tagen kein ausreichend großes Brutnest angelegt, sind in 10 Tagen auch nicht die übermäßigen Flugbienen vorhanden um das "mehr" an Nektar zu holen.

      Der Honigraum kommt erst dann wenn es soweit ist

      Der Brutraum ist geschiedet und das Volk entwickelt sich. Für den Fall das das Futter im geschiedenen Raum knapp wird, haben wir eine oder 2 Futterwaben hinter dem Schied belassen. Die Bienen holen bei normalen Temperaturen (7-12 Grad reicht und hatten wir schon) das Futter von den Waben hinter dem Schied in das Brutnest.
      Diese Futterwabe wird immer leerer und ggf. durch uns erneut ersetzt sollte sie leer sein. Wer keine hat, kann dünnes Zuckerwasser 0,7 zu 1 per Futtertasche (hinter dem Schied) füttern.
      Wenn jetzt Aufgrund von normalen länger anhaltenden Temperaturen (13-15 Grad) der Regel Flugbetrieb einsetzt, kommt frischer Nektar rein. Dieser wird natürlich sofort "Verbrütet" und man braucht noch keinen Honigraum.
      Auf seiner Stockwaage würde man bis zu diesem Zeitpunkt feststellen, das unser Volk von Tag zu Tag leichter wird, bis der Nektar soviel ist, das ein Gleichgewicht entsteht.
      JETZT ist man an dem Punkt zu sehen wie die Wetterlage ist.

      Ab dem Zeitpunkt, das eine Zunahme festgestellt wird oder wir sehen Aufgrund der Wetterlage das Flugwetter ist kommt der Honigraum drauf und die Futterwaben hinter dem Schied werden entfernt.
      Der erste Honigraum ist idealerweise nur mit ausgebauten Waben bestückt.

      Also sicherlich werden die Bienen damit klarkommen wenn später geschiedet wird, der Effekt allerdings ist wenn man jetzt schiedet etwas verwässert.


      Gruß
    • Moin Imker HH

      ich danke Dir für Deine ausführliche Erklärung und Schilderung zu meiner Anfrage. Nein, die Monatsbetrachtungen vom Jürgen Binder aus 2017 waren mir nicht bekannt, werde mir diese aber alle ansehen und studieren. Ich kann dabei ja nur dazulernen.

      Auch wenn das Ergebnis, wie Du schreibst, verwässert wird, werde ich nach Ostern mal einengen und beobachten wie die Reaktion der Bienen sein wird. Ist ja für mich eine Lernphase in meinem 1. Jahr mit Wirtschaftsvölkern.

      Die Honigräume werde ich dann zur ersten Obstblüte aufsetzen und hoffen, dass die Bienen den Honigraum annehmen, denn ausgebaute Honigwaben habe ich so ja auch noch keine.

      Nochmals danke für Deine Antworten und ein schönes Osterfest.
      Grüße hier aus Cuxhaven. Heute und morgen soll ja noch Schnee fallen.

      Bernhard
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