Richtiger Platz für Bienen?

    • Richtiger Platz für Bienen?

      Hallo zusammen,

      Wie bereits bei meiner Vorstellung geschrieben habe, spiele ich mit dem Gedanken mit der Imkerei anzufangen.

      Allerdings würde ich gerne das gerne auf meinem Grundstück umsetzen. Kurz die Daten: In einem Feldweg, 1000 Quadratmeter, und weitere 1000 Quadratmeter direkt angrenzend, allerdings momentan als Acker genutzt. Auf dem Grundstück stehen zwölf Nadel- und elf Obstbäume, weiteres Grundstück mit Obstbäumen auf der anderen Seite. Nächstes bewohnten Haus ungefähr 300 Meter entfernt. Ansonsten normale Felder und normale Bepflanzung im Umkreis ( Hecken, Bäume, Wiesen und Felder.

      Hier ein Bild von dem Platz:
      Gerade aus hinter dem Zaun verläuft ein Fluss.
      Was macht skeptisch macht ist folgendes: An Flüssen kann es ja früher kalt werden und länger kalt bleiben inklusive Nebel usw. Noch dazu liegen wir in einem Tal, ab und zu ist auch mal windig.

      Macht es hier Sinn mit der Imkerei anzufangen?
      Die Bienen sollen im hinteren Bereich stehen, der vordere Bereich soll der Familie vorenthalten sein für Geburtstage usw. Da sehe ich allerdings das kleinste Problem.

      Was meint Ihr? Bei Fragen zum Gelände kann ich hier einen links zu einem Gartenforum einstellen, da habe ich das Grundstück mal vorgestellt. Oder ein Google maps Bild.

      Vielen Dank für eure Hilfe und viele Grüße aus der Pfalz von Ingo
      Dateien
    • Hallo,

      da ich nicht ausreichend "rechte" habe, kann ich das Bild nicht in Groß ansehen.

      Ich stelle Bienen gerne mit dem Flugloch Richtung Osten oder Süden. Ob es jetzt an Flüssen länger öfter Kalt ist, kann ich nicht sagen.
      Generell sollten die Bienen nicht an einem Platz stehen, der "feucht" ist bzw. gut belüftet.

      Ob der Platz generell für Bienen geeignet ist, kann nur die Umgebung zeigen.
      Bienen benötigen im Jahr zwischen 35-50kg Polen und die gleiche Menge an Honig zum eigenen Überleben, den Überschuss bekommt der Imker.
      Bienen fliegen im Sommer einen Radius von 3-4km wenn sie müssen. Im Zeitigen Frühjahr nur 150-300m.
      Wenn der Bereich genügend abwirft, steht einer Aufstellung nichts im Weg.

      Gruß
      Imker
    • Hallo,
      bei dir ist doch noch Natur pur! Oft siehst du nur noch hunderte Hektar Maisflächen.
      Bei Südost-Ausrichtung starten sie früh, beenden ihren Arbeitstag dann früher.
      Deswegen ist das alles Bockwurst. Stelle sie möglichst trocken und abseits von spielenden
      Kindern. Man sollte auch mal mit einem PKW ran kommen.
      Imkerei ist ein Knochenjob! Viel Erfolg!
      MfG.
    • Ok danke erstmal für die Antworten. Mais für Biogasanlagen kommt bei uns auch, dieses Jahr das erste mal. Ich versuche ein Screenshot von Google maps ein zu stellen wenn ich wieder am PC sitze.

      Einen Bienenstand wollte ich schon bauen gegen die Witterung. Das Grundstück kann ich mit dem Auto anfahren, der Feldwegseite ist geteert. Von da sind es dann noch ungefähr hundert Meter über das Grundstück, aber das geht. Die Kinder spielen sowieso im vorderen Teil, im hinteren Teil ist nicht viel.
    • Hallo

      Also so meine Gedanken waren änlich.

      Meine Bienen stehn an einem Weiher. Bei mir ist es so.
      Es gibt zwar oft Nebel aber ich binn nicht in ner Senke wo der ewig stehn bleibt.
      Sofern du nicht in so nem Loch bist seh ich da net so das Problem.

      Was auch wichtig ist, ist die Tracht übers Jahr wenn du nicht wanderst.
      Nimm dir Ruhig mal nen Vormittag Zeit und lauf im Radius 2-3 km rum
      und schau was so wächst.
      Was was ist und wie und wann es blüht und was für nen Wert es für Bienen hatt findet mann
      gut via Tante Googel.

      Wenn du den Eindruck hast es ist zu wenig dann musst du entweder nen andern Standplatz suchen oder
      dir den Standplatz durch bepflanzen geeigneter machen.


      Ich sagt dir mal die Blühsituation bei mir.

      Zeitiges Frühjahr: Weide, Winterlinge, Schneeglöcken und Haselnuss

      Frühjahr: Schleehe, Obstbäume, Rotdorn; Raps, Kirsche

      Frühsommer: Kastanie, Raps, Brombeeren, Himbeeren, Akazie

      Sommer: Nadelwald, Himbeeren, Brombeeren, Akazie, Disteln

      Spätsommer: Essigbaum, Waldrebe, Wald, Gründüngung der Bauern ( Raps, Senf, Faseleia,...), Linde

      Herbst: Anemone, Aster, Efeu


      Du siehst also das du übers ganze Jahr was brauchst. Da langt auch ein Baum net.
      Mann braucht net meinen nur weil in dem Zeitrahmen ein z.B. popliger Apfelbaum blüht, das
      die Bienen dann was bringen. Die überleben dann eventuell schon aber Ertrag will der Imker ja auch.
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      Entschuldigt Rechtschreibfehler. Binn mit der Einfingertechnik am PC unterwegs. ;)
    • Hallo zusammen,

      hatte kurz Zeit für ein Google maps screenshot zur Einschätzug der Lage.
      Garten neu.JPG



      Blaue Linie ist der Fluß.
      Rot eingekreist ist der eigentliche Bereich im Garten der von uns benutzt wird. Der rote Kreis ist das Gartenhaus, von hier sind es ungefähr vierzig Meter zum angedachten Bienenstand. Dieser ist mit einem roten Punkt markiert. Hier hinten hält sich in der Regel weniger jemand auf. Um den eigentlichen Bienenstand hatte ich vor eine Bienenweide anzulegen, auch um den Bienenstand optisch etwas abzugrenzen.Werden so in der Regel 50 bis 100 Quadratmeter vielleicht.

      Viele Grüße, melde mich später nocheinmal. Ich hoffe man kann was erkennen.
    • miss mal deinen beespace, da kannst du dann sehen, wie weit deine Bienen fliegen.....


      rechts "open street map " anklicken, dann den Bienenkorb dorthin ziehen wo du wohnst, dann hast den flugradius deiner Bienen.
      Hauptfluggebiet 3km anklicken, oder erreichbares Gebiet für die Bienen anklicken.
      Ich glaube, du wirst dich was wundern, wo die überall hinkommen......
      LG Claudia
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      Wien / NÖ, Zander ganz Brutraum / Zander flach im Honigraum
      um die 20 Stöcke
    • Bienen an der Nähe von Wasser muß kein Ausschlußkriterium sein. Ich kenne einen alten Imker, der hat seinen Stand in Norddeutschland wenige Meter vom Peenestrom entfernt stehen und er hat viele und starke Völker, als auch Honigertrag. Wenn kein regelmäßiges Hochwasser zu erwarten ist, dann stelle deine Völker ruhig da auf.
      Das Leben ist kein Ponnyhof - geritten wird trotzdem! :D
    • pyromaniac schrieb:

      aber da habe die Möglichkeit die Beuten dann einfach um zirka zwanzig Meter zur Straße zu verschieben
      Vergiss es! Du kannst die Bienen keine 20m versetzen, es sei denn, es ist im Winter, wenn sie sich noch nicht wieder eingeflogen haben. Ansonsten mußt du sie für mindestens 3 Wochen aus dem Flugradius wegversetzen, also mindestens 1km Luftlinie weit weg.
      Also platziere sie lieber gleich auf sicherem Terrain ;)
      Das Leben ist kein Ponnyhof - geritten wird trotzdem! :D
    • Ich kenne einen Imker in Donaunähe, wo es immer wieder passiert, dass das Wasser kommt Seine Beuten stehen auf Paletten unten drunter sind noch Schwimmhilfen montiert und mit Seilen ist das ganze an Bäumen befestigt. Sollte dann das Wasser kommen, schwimmen sie wenigsten nicht davon, und die Beuten bleiben trocken. Da das Wasser meisten sanft und nicht schwallartig kommt, reicht die Konstruktion bei ihm aus.
      LG Claudia
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      Wien / NÖ, Zander ganz Brutraum / Zander flach im Honigraum
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    • Ich könnte sie auch einfach auf einen massiven Unterbau stellen, so dass sie von Anfang an etwas höher stehen. Das sollte dann auch den Rücken schonen, es sei den die Beuten werden zu hoch. Aber für den Fall ist auf recht schnell eine kleine Stufe angebaut.
      Weiter oben kann ich sie dann nur noch in Nähe des Gartenhaus aufstellen, wo sie dann auch in der Nähe von uns beziehungsweise irgendwelchen Gästen bei zum Beispiel Feiern sind, halte ich nicht wirklich für gut, auch weil dann Kinder da sind. Der nächste Standort wäre direkt am Zaun zur Straße, dann sind sie aber von jemand sichtbar und, wenn der Zaun aufgeschnitten wird, von jedem schnell erreichbar und das an einem guten, geteertem Feldweg. Also auch eher schlecht.
      Ich denke das beste wird eine Begehung mit einem ortsansässigen Imker sein, der sich sowohl mit Bienen und den Örtlichkeiten auskennt.
    • Hallo

      Da dein Standplatz sehr änlich zu meinem ist
      geb ich dir mal den Link zu meinem Start in die Imkerei.
      Eventuell kannst du dir aus den Beiträgen nützliches raussuhen.

      Neustart eines blutigen Anfängers
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      Entschuldigt Rechtschreibfehler. Binn mit der Einfingertechnik am PC unterwegs. ;)
    • Ich hab alle Beuten ca. 40cm hoch stehen( wegen meinem Kreuz) Ich weiss nicht, welche Beuten du verwendest. Ich bin mit zwei Bruträumen Zander und 2 Flachzargen eigentlich schon am Limit. Willst du dann eventuell eine ZWA machen, oder eine kleine Zarge für Wabenhonig einschieben oder eine 3ten Honigraum aufsetzen, dann bleibt dir a Stockerl nicht mehr erspart. Ich schaff es dann nicht mehr die obersten Zargen ohne Probleme abzuheben. Das kann sehr sehr anstrendend werden. Verwendest alles Vollzargen, dann würde ich den 2ten Honigraum nicht mehr herunter heben können.
      LG Claudia
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      Wien / NÖ, Zander ganz Brutraum / Zander flach im Honigraum
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    • Moin Pyro,
      bevor ich mich mal hier rein hänge hab ich mal eine Frage, würdest du dir Ratschläge auch wirklich annehmen oder machst du es dann doch so wie du willst ?
      Ich habe zb. Jens letztes Jahr erklärt wie man Standorte auswählt und wie viele Waben ein Volk max im Brutraum braucht um auch ordentlich Honig einzutragen.....

      .... und dieses Jahr habe ich gelesen, wenig bis garkeinen Honig, was mich zu der Erkenntnis bringt das wohl meine Gedanken und auch mein geschreibe total für die Katz waren :)

      Mfg
      Landbiene
    • Da ich noch dabei bin mich zu informieren würde ich natürlich allgemeine tipps annehmen. Wenn es um den Austellungsort geht werde ich noch einmal Rücksprache mit Imkern halten die Örtlichkeiten kennen aber allgemeine Tipps zum Aufstellen natürlich beachten.
      Anderst würde es ja keinen Sinn machen hier zu fragen und meine Zeit darauf zu verwenden hier zu schreiben.
    • Hallo Landbiene,
      schau mal in die Runde, wie viel Imker hier schreiben! Die zählst du an einer Hand ab.
      Der Rest sind Bienenhalter oder Enthusiasten mit 3-5 Völkern, die diesen Aufwand, den wir betreiben,
      gar nicht wollen! Denen reichen 20-30 kg Honig, sie wollen aber auch ihre Völker über den Winter
      bekommen. Es gibt aber sicher auch Imker im Rückraum, die nicht Schreiben wollen oder vielleicht auch
      nicht können. Wir sind eine überalterte Zunft! Aus diesem Grund ist dein Geschreibsel nicht für die Katz!
      Jens war nun nicht unbedingt das geeignete Beispiel, aber wir sollten wenigstens versuchen, der Jugend
      Werte zu vermitteln! Zu Imkern wirst du die Wenigsten ausbilden, aber ein Verständnis zu den Bienen
      und ein rücksichtsvoller Umgang mit der Natur, wäre schon ein erster Schritt.
      Mir liegt eine Anfrage vor, Bienen für eine Bienenkiste zu verkaufen. Das habe ich abgelehnt,
      aber meine Patenschaft zum Erlernen einer Magazinbetriebsweise angeboten.
      Einfach Imkern wie Gerhard Liebig, das gibt es nicht! Richtig Imkern, d.h. das Richtige zur rechten
      Zeit machen, das ist das, was wir erlernen müssen! Aus diesem Grund ist die Imkerei so interessant,
      aber auch so schwierig.
      Bienen aufstellen, wird nur kompliziert, wenn du Hochwasser erwartest. Wenn du Techniker bist,
      sollte es aber wenig Probleme geben, denn zum Bearbeiten kann das Flugloch schon mal auf andere
      Höhe gesetzt werden. Wir sollten diesen Thread aber nicht unnötig ausweiten, denn es gibt wesentlichere
      Themen, die einem Anfänger interessieren sollten!
      Schönen Advent!
    • Moin,
      auf den ersten Blick finde ich den Standort nicht schlecht und auch das Wasser ist ein Segen denn Regen ist kein zuverlässiger Partner.

      Ich persönlich beurteile die Qualität eines Standortes mit Google Earth, bei der Windows Version sieht man beim bewegen des Mauspfeils gleich die Höhenmeter und die Entfernugen lassen sich sehr einfach messen.

      Felder sind auch kein Problem, nur die Entfernung von mind 100 m zum Standpunkt finde ich wichtig, denn unter 80 m Rundtanz = Spürbiene fliegt 1 mal zurück und gibt das Signal Tracht in der Nähe , über 80 m fliegt die Spürbiene mehrmals hin und her und gibt dann die genauen Koordinaten weiter, was sie aber nicht schafft wenn Gift im Spiel ist und es dann die restliche Arbeiterschaft nicht erfährt und sich somit auch nicht vergiften kann.

      Flüsse oder stehendes Gewässer ist sehr wichtig für Blatthonig, denn dieser kann von den Bienen nur geerntet werden wenn er in den frühen Morgenstunden Wasser zieht durch Nebel oder Taubildung.

      Auch ist ein guter Standort für mich wenn die Flächen rings um auf den Standort zu abfallen, optimal ist 1 km sehr steil und dann 2-3 km leicht abfallend, so stehen alle Pflanzen im Wasser und geben auch bei Trockenheit Nektar.

      Der eine km steil abfallend direkt um den Standort ist wichtig weil sich die Blühzeiten der gleichen Pflanzengattung im Vergleich oben und unten um ca eine Woche verschieben so das Totalausfälle durch verregnen der Blüten, kurze Frostperioden oder Unwetter so gut wie garnicht vorkommen.

      Von guten Bodenwerten gehe ich mal in deinem Fall aus, sonst wären da keine Felder sondern Wald oder Heide.