Angepinnt Weiselzucht 2017

    • Weiselzucht 2017

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      Hallo,
      nun ist es an der Zeit, für alle die es mögen, mit der eigenen Weiselzucht zu beginnen. Sagt unseren Mitgliedern doch bitte Schritt für Schritt, wie ihr dabei vorgeht. Insbesondere unsere "Jungimker(innen)" werden sicher dankbar für jeden Hinweis sein. Auch sind Fragen zum Thema hier durchaus erwünscht. Es gibt viele Möglichkeiten Weiselzucht, auch auf dem eigenen Stand zu betreiben. Gehen wir es also an.
      Mit den besten Grüßen,
      Detlef
      Administrator und Initiator des Neuen Imkerforum, seit 2005
    • ich betreibe seit eigenen Jahren keine eigene Weiselzucht mehr, die eigentlich keine Zucht ist, sondern Könioginnenvermehrung, weil die Auslese bei etwa einem Dutzend Wirtschaftsvölker nur sehr begrenzt möglich ist.
      Ich kaufe seit Jahren unbegattete Königinnen vom Züchter und lasse sie in Ablegern begatten.
      In diesem Jahre fahre ich zur Begattung zu einer nicht allzu weit gelegenen Belegstelle und bin gespannt, ob dadurch die Qualität der Weiseln zunimmt.
      Gruß bobby
      Ostalbkreis Baden Württemberg :love:
      geniesse jeden Tag als ob es dein letzter wäre
    • Hallo.
      Hier meine Vorgehendsweise bei der Ablegerbildung mit integrierter Königinzucht, auch für Anfänger sehr gut geeignet. Etwa 2 Wochen vor ende der Frühtracht / Rapstracht entnehme ich den Völkern 2-3 größtenteils verdeckelte Brutwaben mit ansitzenden Bienen und stelle alle zusammen in eine leere mit gebrachte Beute. Das können auch schon mal 3 Targen voll mit Brutwaben werden. Besonders gut muß man darauf achten, keine Königin mit in diesen Sammelbrutableger zu kriegen. Diesen Sammelbrutableger kommt dann mit nach Hause und wird dort in einzelne Beuten aufgeteilt. In den Beuten kommt eine Futterwabe dann 2-3 Brutwaben 1 Mittelwand und zum schluß noch eine Leerwabe mit etwas Wasser drin. Die Waben kommen immer im Kalbau in der Beute. Das Flugloch wird bis auf 1 cm breite , an der Seite wo die Bienen sind, eingeengt. Der Boden der Beute wird auch geschlossen. Das ganze Umhängen vom Sammelbrutableger in die einzelnen Beuten macht man am besten in den Abendstunden, um die Räuberei auszuschließen. Dann werden diese Ableger 8 Tage in Ruhe gelassen. Darnach werden alle Weiselzellen ausgebrochen und aus meinen Reinzuchtvölkern ein Stücken Brutwabe mit Stiften zwischen den Brutwaben gehängt. So, jetzt ist eigentlich alles getan für eine gute Königinnenzucht mit Ablegern , die auf 2 Brutzargen eingewintert werden können . Das einzige worauf es noch ankommt ist gutes Begattungswetter beim Ausflug der Königinnen. Die Beuten werden dann nach und nach mit Mittelwänden erweitert .
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      Grüße aus der Grafschaft Bentheim
      Gerd2430
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    • Super Anleitung.
      Für Imker die Zeit haben noch eine Variante dazu.
      Die Bruträhmchen welche zur Ablegerbildung verwendet werden sollen kann man noch besonders vorbereiten.
      Bruträhmchen Bienen frei machen, alle Bienen abstoßen und die Rähmchen in den Honigraum hängen.
      Das hat den Vorteil das garantiert keine Königin dabei ist und das nur Jungbienen auf den Brutwaben sitzen.
    • Hallo,
      finde ich auch. Super beschrieben und ganz sicher eine gute Alternative. Danke für den Beitrag.
      Mit den besten Grüßen,
      Detlef
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    • Hallo.
      Es gibt noch einen 2. Teil zu dieser Art Königinnenzucht. Hier geht es darum einige überzählige Weiselzellen zu verwerten. Ich finde es immer ziemlich schade das so viele Königinnen von der Erstgeborene abgemurkst werden. Ich gehe dann folgendermaßen vor .
      Sobald die WZ. verdeckelt sind, bei verwendeten Stiften ist das etwa der 8.Tag, dann sind die Wz. ziemlich unempfindlich , entnehme ich die Leisten und schneide einfach die Hälfte der Wz. mit einem vorgewärmten Cattermesser ab und befestige Diese dann in einem EWK oder wie hier in selbstgefertigte 3 Waben Begattungskästchen mit einem stück Rosendraht. Der Rest wird sofort wieder in den Ableger zurück gehängt. Den Futterteig für die Begattungseinheiten knete ich selbst aus Puderzucker mit Honigwassrgemisch. 500g Honig und 300ml Wasser. Dann brauchen wir noch Bienenmasse , den entnehme ich auch einen extra für diesen Zweck stärker gemachten Ableger. Die Bienen , auch mit ansitzenden Drohnen, weil ich ja Standbegatten lasse, werden kurz mit etwas Wasser eingesprüht und in einen Honigeimer gestossen. Darnach wird ein gehäufte Suppenkelle voll Bienen in das Begattungskästen gekippt, Deckeldrauf, Flugloch zu, und dann für 3-4 tage in einen kühlen dunklen Raum gestellt, damit das Ganze zu einer Homogenen Einheit zusammen wächst und anfangen zu Bauen. Nach der Kellerhaft werden die Kästchen dann Abends nach draussen gestellt und auf guten Begattungsflug gehofft.
      Auch hierzu habe ich einige Fotos gemacht.

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      Grüße aus der Grafschaft Bentheim
      Gerd2430
    • Hallo,
      durfte nun lange nicht schreiben! Die Fotos sind schön.
      Mit professioneller Zucht hat das leider nichts zu tun, mir persönlich
      werden die Königinnen so, nicht ausreichend versorgt.
      Deine "Linien" Maden sagen gar nichts!
      Man müsste auch wissen, wie die Bienendichte im 10 km Radius aussieht.
      Persönlich habe ich 2017 ca. 60 Weisel gezeichnet.
      Die Begattungsrate war miserabel (ca. 50%).
      Habe nur Wenige an Freunden verkauft und von den 50% waren auch noch einige Platzhalter!
      Also viel Aufwand für wenig Auslese. Nur der Spaß siegt!
      Bei so einem Sommer kannst du als Züchter verzweifeln.
      Bleibt nur das Frühjahr, Jungvölker stehen genug.
      Konnte aber 2 neue Zuchten einwintern, Top Carnica aus Niedersachsen und eine zugeflogene Buckfast.
      Im Mai werden die Karten neu gemischt! Der Winter ist lang, beschäftigt euch mit der Weiselzucht!
      Gruß
    • Das ist doch wieder mal ein Thema, was mich als Jungimker, jetzt in der ruhigen Zeit, sehr interessiert.

      Ich denke, meine 6 Bienenvölker - soweit sie denn alle über den Winter kommen - werden im kommenden Jahr moderat geschröpft und nach dem Abschleudern, mit der TBE dann nochmals Ableger gebildet.

      Da ich gelernt habe, die Bienenwohnungen möglichst nicht zu oft zu öffnen, nur um die eigene Neugierde zu befriedigen, kann eine Weiselvermehrung eine spannende Ergänzung der Hobbyimkerei sein, bei der es ebenso gilt hier Erfahrungen zu sammeln.
      Seit Tagen lese ich in einschlägiger Fachliteratur und auch in den Kurzfilmen bei Youtube die verschiedenen Möglichkeiten der Ablegerbildung und Weiselvermehrung. Die hier gezeigten Anwendungen scheinen für mich als Anfänger dann doch plausibel, nachvollziehbar und praktikabel.
      So werde ich mich ab ca. Mai auch mal an dieses Thema und nach der hier gezeigten Methode daran machen. Vielleicht klappt es ja auch bei mir mit der einen oder anderen selbst gezogenen Königin.
      Danke für die Einstellung mit diesem Thema.

      Grüsse von der Nordseeküste, der Elbmündung, aus Cuxhaven

      Bernhard
      ___________________________________________
      Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.

      2 x Schwarm Hausbienen
      4 x Buckfastvölker in Dadant US - Holzbeuten
      Gartenanlage in Cuxhaven
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    • Hallo,
      das ist kein Buch mit sieben Siegeln, einfach Ausnutzung der Natur.
      Der Winter ist lang, da können wir uns ausführlich austauschen.
      Wichtig, man will es! Man muss bedenken, dass die Erfolgsrate bei 50% liegt.
      Da kann jeder eine Latte ansetzen, ohne Gefahr zu gehen, auf Königinnen sitzen zu bleiben.
      Gehört jetzt zum Thema Winterarbeit. Ich bereite in den nächsten Tagen meinen Weiselfutterteig vor.
      Der handelsübliche ist teuer und ich trau ihm nicht! Geistert in unmittelbarer Nähe die A-Faulbrut!
      Ich habe die Erfahrung gemacht, das damit versorgte Begattungseinheiten, bessere Königinnen hervorbringen.
      Jede Belegstelle lässt jedoch, diese selbst geknetete Honig-Zuckermischung nicht zu!
      Wichtig, du darfst nur eigenen "sauberen" Honig nehmen! Wie auch das Füttern gerade im Frühjahr mit
      fremden Not-Honigen verboten ist! Wer jetzt schon als Jungimker vorbereiten möchte, sollte sich melden.
      Man benötigt ein überschauliches Equipment, sollte aber nicht zu lange warten.
      Gruß