Definition "Betriebsweise"

    • Definition "Betriebsweise"

      Moin von der Nordseeküste,

      bei einer Schulung zu "Betriebsweisen" wurde uns zur Einleitung folgender Merksatz an die Wand geschrieben, die zum Thema Betriebsweise alles aussagt:

      Betriebsweise nennt man die imkerliche Manipulation an Bienenvölker,
      um zu bestimmten Zeiten, gewünschte Zustände herzustellen und dadurch
      geplante, wirtschaftliche Ziele zu erreichen.



      Ich finde, treffender kann man es nicht erklären.

      Schöne Grüsse von der Elbmündung

      Bernhard
      ___________________________________________
      Negative Handlungen werden erst dann zu Fehlern, wenn man sie wiederholt, - bis dahin sind es Lernprozesse die einen weiterbringen sollten.

      1 x Schwarm Hausbienen
      4 x Buckfastvölker in Dadant US - Holzbeuten
      Gartenanlage in Cuxhaven
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    • Hi

      also danach betrachte ich mich nicht als "Imker" sondern als "Bienenhalter". Mir gehts um meinen Ertrag im Garten der sich seit die Bienen dort stehen, verdoppelt hat und der Honig ist ein Nebenprodukt für mich.

      Gruß Rolf
    • Rolfy schrieb:

      Mir gehts um meinen Ertrag im Garten der sich seit die Bienen dort stehen, verdoppelt hat
      Hallo Rolfi,
      das ist ja interessant. Ich merke dies nicht, weil ich seit Jahren immer Völker am Heimatstand stehen habe.
      Bei welchen Früchten fällt die die Verdoppelung auf?
      Gruß bobby
      Ostalbkreis Baden Württemberg :love:
      geniesse jeden Tag als ob es dein letzter wäre
    • Hallo

      Ich kann nur sagen, bei mir war es mehr als eine Verdoppelung.
      Ich habe ein Grundstück mit vielen Quittenbäumen und hatte jährlich ca. 500 kg Früchte. Die wurden von den umliegenden Nachbar zu Schnaps verbrannt. Dann habe ich zuhause mit den Bienen begonnen und 2015 die ersten 4 WV im Frühling dort aufgestellt. Im Spätherbst konnte ich fast 3 Tonnen ernten. Mit dieser Zunahme (die mich zwar sehr gefreut hat ), und die ich auschliesslich meinen Bienen verdanke, war ich zuerst massiv überfordert, denn soviel Kleinabnehmer hatte ich nicht.
      Bei mir zuhause konnte ich auch eine norme Ertragssteigerung feststellen.
      Ich habe eine Wohnung in einem Hinterhof, mit ca. 150 m2 Hofanteil,der allerdings betoniert ist. Was aber schon vor meiner Zeit gesetz wurde, war ein Kirschbaum und ein Apfelbaum. Diese dienten allerdings nur als Schattenspender, weil getragen haben sie eigentlich nichts. 2-3 kg Kirschen und ein handvoll Äpfel. Die Bäume wurden auch nie richtig geschnitten und der Standort im Beton auch nicht gerade optimal.
      Hier haben meine ersten 4 Ableger gereicht, dass ich bereits im ersten Jahr ca. 50kg Kirschen pflücken durfte.Der Apfelbaum trägt nicht wirklich viel mehr, aber ich glaube, dass ich den auch einmal richtig zuschneiden muss.

      LG Claudia
      LG Claudia
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      Wien / NÖ, Zander ganz Brutraum / Zander flach im Honigraum
      um die 20 Stöcke
    • Tag auch,

      das mit der besseren Ernte, so denke ich, kann jeder bestätigen.
      Bei mir sind es vor allem die Erd- und die verschiedenen Beerensträucher,
      aber auch die Obstbäume haben im Ertrag ordentlich zugelegt

      Hier mal ein Link zu den verschiedenen Betriebsweisen.
      lwg.bayern.de/bienen/haltung/081763/index.php

      Ich denke, irgendwo kann sich jeder eingruppieren und findet so, die für
      sich passende Betriebsweise.

      Gruß, Dette
      Zander, 6 Völker, Naturwabenbau
      ---
      Jede Blume muss den Bienen zu ihrem Honig dienen. (Imkerweisheit)
    • Ich habe ja auch einen Gemüsegarten und soviel Tomaten, Bohnen und Gurken wie im letzten Jahr hatte ich vorher nicht.
      Mein Gartennachbar sagte mir das früher schon die Ernten sehr gut waren als noch ein Imker (mittlerweile +) seine Völker in der Gartenanlage stehen hatte.

      Bei meinen Brombeeren, Himbeeren und Johannisbeeren wird aus jeder Blüte eine Frucht, mein Mirabellenbaum der sonst nie was getragen hat, jede Blüte eine Frucht (dieses Jahr leider alles erfroren)

      Gruß Rolf
    • Rolfy schrieb:

      Hi

      also danach betrachte ich mich nicht als "Imker" sondern als "Bienenhalter". Mir gehts um meinen Ertrag im Garten der sich seit die Bienen dort stehen, verdoppelt hat und der Honig ist ein Nebenprodukt für mich.

      Gruß Rolf
      Warum fühlst Du Dich dann nicht als Imker sondern als Bienenhalter?
      Bei nicht entsprechender "Betriebsweise" wirst Du auch Deine Völker durch den nächsten Winter bringen. Somit sind Deine wirtschaftlichen Ziele (Mehrertrag im Garten) mehr als gefärdet.
      Bei einer gut geführten Betriebsweise, denke ich, muß ja nicht immer der Honigertrag im Vordergrund stehen. Genau so können Bienenvermehrung, Bestäubungsleistung, Königinnenzucht, Pollenernte, Propolisgewinnung ebenfalls Zielsetzung einer guten Betriebsweise sein.

      Grüße von der Nordseeküste
      Bernhard
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    • Klar kümmere ich mich um die Bienen, habe auch Mini Plus für Königinnen, nur lege ich keinen Wert auf max. Honigproduktion sondern hole nur das raus was ich für den Eigenbedarf brauche.

      Pirschstock schrieb:

      Warum fühlst Du Dich dann nicht als Imker sondern als Bienenhalter?
      Bei nicht entsprechender "Betriebsweise" wirst Du auch Deine Völker durch den nächsten Winter bringen. Somit sind Deine wirtschaftlichen Ziele (Mehrertrag im Garten) mehr als gefärdet.
      Bei einer gut geführten Betriebsweise, denke ich, muß ja nicht immer der Honigertrag im Vordergrund stehen. Genau so können Bienenvermehrung, Bestäubungsleistung, Königinnenzucht, Pollenernte, Propolisgewinnung ebenfalls Zielsetzung einer guten Betriebsweise sein.
    • Aber das Eine schließt das Andere ja nicht aus. Auch wenn ich die Bienen nur als Hobby habe, eine ordentliche Bestäubung meiner Bäume stattfindet und ich nur den überschüssigen Honig entnehme (meine überwintern seit 2 Jahren nur auf Honig, ohne Zuckefütterung) sehe ich mich doch als Imkerin und nicht als Bienenhalterin. Wenn ich nur Bienenhalterin wäre, dann könnte ich mir auch von den Bienenvermietern Beuten über den Sommer hinstellen lassen, sie im Herbst abholen lassen und hätte keine Arbeit damit.
      Und bei Tomaten und Bohnen ist selten die Biene für einen guten Ertrag nötig,soviel ich weiß, sind das Selbstbestäuber...

      LG Claudia
      LG Claudia
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    • Vielleicht bin ich mit meinem Eingangsthread etwas falsch verstanden worden. Mir ging es um die "Zusammenfassung" des Begriffes: Betriebsweise.

      Ich finde, egal welche Zielsetzungen mit den Bienen verbunden sein mag, ist diese Umschreibung der "Betriebsweise" welche es denn auch immer beim jeweiligen Imker sein mag, auf den Punkt getroffen.

      Mag aber jeder für sich auch seine eigene Interpretation für dieses Wort und den damit zusammenhängenden Taten die zu seinem Ziel führen, haben.

      Allen ein gutes Bienenjahr und Grüsse von der
      Elbmündung

      Bernhard
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