Ätznatron für das säubern der Beuten

    • Ätznatron für das säubern der Beuten

      Hallo zusammen,

      möchte einige geschenkte Holzbeuten gründlich reinigen. Habe gelesen dazu geht Ätznatron am besten. Entfernt jedes Ungeziefer und sonstige Krankheitserreger.

      Hat jemand Erfahrungen damit? Würden uns gern austauschen.

      Grüße Viola & Holger
    • Hallo

      Kenn mich zwar mit Ätznatron net aus aber ich
      hab gelesen das mann Beuten ( wenn aus Holz )
      auskratzen kann. Wenn mann sie dann noch
      abflammt sollte das Meiste tot sein.
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      Entschuldigt Rechtschreibfehler. Binn mit der Einfingertechnik am PC unterwegs. ;)
    • Hallo,

      Ätznatron auf keinen Fall für Holzbeuten - die werden sauber gekratzt und abgeflammt - im Krankheitsfall ruhig bischen anschwärzen.

      Styroporbeuten müssen mit Ätznaton gereinigt werden - aber Vorsicht ätzend - Vollschutz, auch fürs Gesicht.

      Ärtznatron wirkt nur im heißen Wasser, die Beuten und Rahmen müssen klar gespült werden.

      Gruss Kolumbus
    • Tag auch,

      "Holzbeuten
      Holzbeuten können ebenfalls wie Kunststoffbeuten behandelt werden. Alternativ besteht aber auch die Möglichkeit diese abzuflammen."
      Quelle:lwg.bayern.de/mam/cms06/bienen…gung_und_desinfektion.pdf

      Ich flamme selber meine Beuten auch nur ab, aber warum der Aufschrei ?(

      kolumbus schrieb:

      Ätznatron auf keinen Fall für Holzbeuten

      Wird hier etwas Falsches dargestellt oder hat noch keiner damit Erfahrungen?

      Rähmchen werden doch auch mit Hilfe von Ätznatron gereinigt.

      Gruß, Dette
      Zander, 6 Völker, Naturwabenbau
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      Jede Blume muss den Bienen zu ihrem Honig dienen. (Imkerweisheit)
    • Hi,
      ich wasche meine HR,s mit Ätznatron mit einem umgebauten Geschirrspüler, die Rähmchen auch.
      Beute geht nicht rein, da Trogbeute.

      Schäden am Holz konnte ich noch keine erkennen, obwohl manche Rähmchen schon mehrfach
      gewaschen wurden,

      Probleme mit Spritzern hat man auch nicht, da ja alles im GSP stattfindet,


      nach 20 min. raus mit !Handschuhe! und klar nachwaschen.

      Helles Holz wird von dem gelösten Propolis alllerdings dunkler
    • Hallo Dette,

      Rahmen kann man gut abspülen, bei der Holzbeute ist das schlechter - deshalb wird es nicht empfohlen.

      Meine Ablegerbeuten aus Holz lassen sich schlecht waschen, so könnten immer Reste des Ätznatrons drin verbleiben. Auch brauchen Holzbeuten länger zum trocknen und es können quellungen entstehen.Ätznaton wirkt nur im heißen Wasser und tötet dann auch Faulbrutsporren ab.

      Außerdem, abflammen ist doch viel einfacher und tötet alle Sporen ab.

      Gruß Kolumbus
    • Hallo,
      ein Thema für euch ???
      Mit den besten Grüßen,
      Detlef
      Administrator, Betreiber und Initiator des Neuen Imkerforum, seit 2005

    • Hallo.
      In DIB. Aktuell vom 2/2017 auf Seite 9 steht das Ätznatron nur noch im Seuchenfall auf Antrag beim Veterinärarzt eingesetzt werden darf. deutscherimkerbund.de/253-DIB_Aktuell_Archiv
      Für Vorbeugende Desinfektionsmasnahmen sollen andere Reiniger zur Verfühgung stehen. Diese sind auch schon vom Laves- Institut in Celle bekannt gegeben worden . Ich finde diese aber im Moment nicht wieder.
      Grüße aus der Grafschaft Bentheim
      Gerd2430
    • Ist doch wieder bloß Geldschneiderei. Derlei Reiniger haben dann vermutlich Preise wie Blattgold. Der Imker hats ja! Natronlauge ist in der chemischen Idustrie so ziemlich die billigste Chemikalie. Sie wird sogar im Klärwerk dem Abwasser zugesetzt, um den pH-Wert einzustellen. Und was befürchtete Rückstände an Holzbeuten betrifft - mit dem CO2 der Luft bildet sich relativ schnell Natriumcarbonat, was auch als Backpulver oder Soda verkauft wird.
      Wenn man mit der Lauge und dem Natriumhydroxid die nötige Vorsicht walten läßt und Schutzbrille, lange Arbeitskleidung und Schutzhandschuhe trägt, dann ist das Risiko auch vertretbar.
      Abflussreiniger ist nichts anderes - da macht keiner irgendwelches Aufhebens drum ;)
      Das Leben ist kein Ponnyhof - geritten wird trotzdem! :D
    • Hallo,
      habe einige Jahre selbst mit reinem Atznatron beruflich zu tun gehabt, es abgefüllt und zu Laugen verarbeitet. Es ist nicht Ohne. Der Arbeitesschutz sollte ganz oben anstehen. Verletzungen spürt man zunächst nur als Juckreiz auf der Haut, denkt es ist nicht so schlimm. "Arme und Beine wachsen wieder nach", aber die Augen sollte man echt gut schützen, soll nicht ein Blindenhund der eigene Begleiter für den Rest des Lebens sein. ;)

      Ansonsten ist es in seiner Wirkung, was wir erreichen wollen sicher sehr gut geeignet und weitaus kostengünstiger als alles andere.

      Und im Falle eines Kontaktes, so schnell als möglich, mit extrem viel Wasser abspülen, bis kein seifiges Gefühl mehr spürbar ist !!!!
      Mit den besten Grüßen,
      Detlef
      Administrator, Betreiber und Initiator des Neuen Imkerforum, seit 2005

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Detlef () aus folgendem Grund: Nachtrag, Sicherheitshinweis.

    • Ich habe beruflich einige Jahre in der Galvanik gearbeitet und momentan in der Wartung von Anlagen, die täglich mit 25% Natronlauge betankt werden müssen.
      In der Galvanik wurde 3% Lauge zum maßhaltigen Anätzen von Aluminiumteilen verwendet. Auch wenn 3% erst mal harmlos klingt, aber ein Spritzer ins Auge davon und du hast lediglich 20 Sekunden, in denen das Auge zu retten ist!
      Lauge ist sogar potentiell gefährlicher, als die meisten Säuren, denn Säure läßt Eiweiß gerinnen und sorgt so für eine Verschorfung und einen Verschluss der Wunde, Lauge dagegen löst Eiweiß auf.
      Verätzungen sind genauso gefährlich wie Verbrennungen. Verbrennungen sind sehr schmerzhalft, die spürt man sofort, Verätzungen sind da wesentlich hinterhältiger.
      Von da her lasse ich schon die notwendige Vorsicht gelten.
      Wenn wir im Verein Faulbrutsanierung machen, dann wähle ich mir schon freiwillig den Platz am Laugenkessel ;)
      Das Leben ist kein Ponnyhof - geritten wird trotzdem! :D
    • Ja, es Wirkungsvoll, aber nicht ohne Gefahren. Dieses sollten Anwender unbedingt beachten. Denke aber, das man damit auch vernünftig umgehen kann ohne es zu verteufeln.

      Sind doch alle erwachsen. Nur man (Frau) sollte die Risiken echt ernst nehmen.
      Mit den besten Grüßen,
      Detlef
      Administrator, Betreiber und Initiator des Neuen Imkerforum, seit 2005

    • Ich gebe Detlef vollkommen Recht. Hie mal ein Beispiel!!
      Ich war bei einer Imkereisanierung mit anwesend, und der Umgang mit Ätznatron war einigen fremd.
      Grundsätzlich genügt eine Lauge von 3% da meinte man es mal gut und die Lösung wurde mit 7% angesetzt nun verdunstete ja im Laufe des Tages durch Hitze viel Wasser
      So kam des öfteren ein Eimer Wasser hinzu demzufolge der Unwissenheit auch 1Kg Ätznatron, am Schluss war die Konzentration so hoch, da können Umweltschäden entstehen Wahnsinn.
      Die Neutralisieren verlangte x Flaschen Säure.
      Ich sag nur eins, damit ist nicht zu spaßen.
      Grüße aus Sachsen von, Hansi. :thumbup: